Fußgänger und Autofahrer setzt euch für den Radverkehr ein!


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Verschwörungstheoretiker und Autogegner würde wohl behaupten, dass VW und Co in Wirklichkeit die Geschicke dieses Landes leiten und wir alle nur Marionetten sind. Bei den Aussagen des Verkehrsexperten der Hamburger CDU liegt Vermutung nicht so fern. Er hat in der Bürgerschaft vom massiven Problem der Fahrerflucht bei Radfahrer gesprochen und ein hartes Vorgehen gefordert. Dafür sollen über 100 neue Stellen geschaffen werden die u.a. dafür zuständig sind.
Eine Fahrerflucht ist ganz sicher kein Kavaliersdelikt, aber was heißt massiv. Laut den Zahlen sind dies in Hamburg etwas mehr als 200 Fälle pro Jahr. Hört sich viel an? Für eine richtige Einordnung müsste man die Gesamtzahl der Fahrflucht inkl. Autoverkehr in Hamburg kennen. Dies sind sage und schreibe über 18.000 Fälle pro Jahr. Massiv heißt also 1% aller Fälle in Hamburg. Dass der Schaden durch einen flüchtigen Autofahrer im Normalfall deutlich höher ist, dürften wohl alle einleuchten. Man darf also durchaus auch der Meinung sein, dass die Ressourcen anders besser genutzt werden könnten.
Dies ist aber schönes Beispiel wie eine Form der unterschwelligen Hetze und z.B. die Verwendung der Begriffe Rambo-Radler zum Aufheizen der Stimmung im Straßenverkehr führen

Ich behaupte, dass alles Verkehrsteilnehmer von einer massiven Förderung der Infrastruktur für Fahrräder profitieren! Ja, alle!  Ich glaube fest daran, dass die aller meisten mit den richtigen Impulsen in der Lage sind die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich glaube an den mündigen Bürger. Dieser braucht nur eben manchmal ein Schubs um aus der Komfortzone zu kommen.

Fußgänger fühlen sich von Radfahrer gestört wenn sie meist erlaubterweise auf dem schmalen Gehweg fahren. Ein Radfahrer ist locker 3- bis 5-mal schneller als ein Fußgänger. Dies alleine macht die Nutzung der gleichen Wege schwer.

Autofahrer fühlen sich von Radfahrer gestört wenn sie wie meist erlaubterweise auf Straße fahren. Ein Auto ist locker 1- bis 3-mal schneller als ein Fahrrad. Dies alleine macht die Nutzung der gleichen Wege schwer.

Radfahrer sind genervt von den meist kaum befahren Radwegen, den Fußgänger die einem vor das Rad laufen und den Autofahrer die viel zu eng überholen, hupen und pöbeln.

Die Lösung sollte jedem langsam bewusst werden, kann nur eine richtige Infrastruktur für Fahrräder sein. Es braucht eigene baulich getrennt Wege. Mit einem glatten Belag und klaren Verkehrsführung und dies flächendeckend in den Städten.
Jeder hätte dann seinen klaren Raum. Es gäbe weniger Konfliktbereiche. Die Sicherheit für alle wäre deutlich verbessert. Mehr Radverkehr heißt ja auch weniger Autoverkehr, daher würde das Stauaufkommen sinken. Alle würden profitieren.

Dies ist ein gesellschaftliches Interesse auch im Sinne der künftigen Generationen. Nur mit einem steigenden Verkehrsanteil von Radfahrern können die Städte von den Belastungen durch Autos zumindest etwas entlastet. Es könnte so einfach sein.

pm, hhbike-1836934_1920.jpg

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